
Die digitale FPV-Welt hat durch das DJI O4 Übertragungssystem einen massiven Leistungssprung erlebt: gestochen scharfe Bilder, extrem niedrige Latenzen und eine felsenfeste Verbindung. Mit der leichten DJI O4 Air Unit (oft auch als Standard/Lite bezeichnet) brachte DJI ein echtes Leichtgewicht (nur 8,2 Gramm) auf den Markt, das besonders für Micro-Drohnen, Whoops und Einsteiger konzipiert wurde. Doch viele Freestyle- und Cinematic-Piloten vermissten bei der Standard-Kamera eines: ein wirklich weites Sichtfeld (FOV).
Genau hier setzt die neue DJI O4 Wide Air Unit an. Sie ist als direktes Upgrade der klassischen Air Unit entwickelt worden und hat ein entscheidendes Ass im Ärmel: Ein ultraweites Sichtfeld von satten 159° (im 4:3-Format).
Damit schlägt sie die perfekte Brücke in der aktuellen O4-Familie:
Die neue DJI O4 Wide Air Unit schließt gekonnt die Lücke zwischen der klassischen Standard-Variante und dem kompromisslosen Pro-Modell. Sie übernimmt das federleichte Design und die kompakten Maße der Standard-Air-Unit, paart diese jedoch mit einem entscheidenden Upgrade für anspruchsvolle Piloten. Der größte Kritikpunkt vieler Freestyle- und Cinematic-Piloten an der ersten O4-Generation war das vergleichsweise schmale Sichtfeld. Mit der Wide-Version reagiert DJI exakt auf dieses Feedback: Das Sichtfeld (FOV) wächst im 4:3-Format auf satte 159°. Dadurch ist deutlich mehr vom Rahmen und der direkten Umgebung im Bild zu sehen. Das sorgt für ein extrem immersives Fluggefühl und gibt das nötige Vertrauen, um selbst durch engste Lücken zu zirkeln, ohne den Überblick zu verlieren. Trotz des weiten Winkels bleibt der verbaute 1/2-Zoll CMOS-Sensor erhalten, der gestochen scharfe Bilder liefert und Onboard-Aufnahmen in 4K/60fps ermöglicht. So lässt sich auf kleinen Koptern das Gewicht einer zusätzlichen Action-Cam problemlos einsparen.
Trotz des breiteren Sichtfelds müssen Piloten keinerlei Abstriche bei der leistungsstarken O4-Übertragungstechnologie machen. Das System funkt mit einer maximalen Signalreichweite von bis zu 10 Kilometern (nach FCC-Standard) beziehungsweise im EU-Raum mit einer hervorragenden, felsenfesten Verbindung. Die Live-Ansicht wird mit bis zu 60 Mbit/s übertragen und in flüssigen 1080p bei 100 Bildern pro Sekunde auf den Goggles dargestellt. In Kombination mit der DJI Goggles 3 (im Rennmodus) funkt die Air Unit zudem mit einer minimalen Latenz von gerade einmal 20 Millisekunden.
Während die Pro-Variante mit über 30 Gramm Gewicht und deutlich größeren Abmessungen eher für 5-Zoll-Rigs oder Cinelifter konzipiert ist, bleibt die Wide Air Unit kompromisslos auf Leichtbau getrimmt. Das Sendemodul misst 30 × 30 × 6 Millimeter und die Kamera 20,5 × 14 × 20,5 Millimeter. Zusammen bringt es das System auf 13,3 Gramm, wodurch es sich perfekt für Micro-Drohnen, Whoops, Zahnstocher-Drohnen (Toothpicks) und minimalistische Leichtgewichts-Builds eignet. Darüber hinaus verfügt die Wide-Version genau wie das Standard-Modell über einen 23 GB großen integrierten Speicher, der Videoaufnahmen direkt auf der Drohne sichert. Im direkten Vergleich bietet die Standard-Air-Unit mit 8,2 Gramm zwar den ultimativen Gewichtsvorteil für kleinste 2-Zoll-Rahmen, muss sich aber mit einem kleineren Sichtfeld begnügen. Die Pro-Air-Unit wiederum spielt ihre Stärken mit einem größeren 1/1,3-Zoll-Sensor, 4K/120fps-Aufnahmen sowie einer noch geringeren Latenz von 15 Millisekunden in der 3-Zoll-Klasse und darüber hinaus aus. Die Wide Air Unit positioniert sich damit als ideale, kompromisslose Allround-Lösung für den anspruchsvollen Freestyle- und Micro-Piloten.
| DJI O4 Air Unit Pro | DJI O4 Wide Air Unit | DJI O4 Air Unit (Lite) | |
| Sichtfeld (FOV) | 155° | 159° | Bis zu 117,6° |
| Gewicht |
Ohne Kamera: Ca. 15,6 g |
Ohne Kamera: Ca. 5,1 g |
Ohne Kamera: Ca. 5,1 g |
| Reichweite | 15 km (FCC), 8 km (CE) | 10 km (FCC), 6 km (CE) | 10 km (FCC), 6 km (CE) |
| Latenz | 15 ms | 20 ms | 20 ms |
| Auflösung und Framerate (Videoübertragung) | 1080p Full HD, 100fps | 1080p Full HD, 100fps | 1080p Full HD, 100fps |
| Auflösung und Framerate (Videoaufzeichnung) | 4K, 120fps | 4K, 60fps | 4K, 60fps |
| Bitrate (Videoaufzeichnung) | 130 MBit/s | 100 MBit/s | 100 MBit/s |
| Farbmodus |
Normal |
Normal | Normal |
| Sensor | 1/1,3" CMOS-Sensor | 1/2" CMOS-Sensor | 1/2" CMOS-Sensor |
| Eingangsspannung | 7,4 – 26,4 Volt | 3,7 – 13,2 Volt | 3,7 – 13,2 Volt |
| Integrierter Speicher | 4 GB (erweiterbar per microSD) | 23 GB | 23 GB |
| Kompatible Produkte |
DJI Goggles 3, DJI Goggles N3 und DJI FPV Fernsteuerung 3 |
DJI Goggles 3, DJI Goggles N3 und DJI FPV Fernsteuerung 3 |
DJI Goggles 3, DJI Goggles N3 und DJI FPV Fernsteuerung 3 |
| Unterstützte Betaflight Version |
4.3.0 und höher |
4.3.0 und höher |
4.3.0 und höher |
| Größe (L × B × H) |
Air Unit: 33,5 × 33,5 × 13 mm |
Sendemodul: 30 × 30 × 6 mm |
Air Unit: 30 × 30 × 6 mm |
Da die O4 Wide Air Unit mit 13,3 Gramm etwas schwerer ist als die klassische Standard-Air-Unit (die lediglich 8,2 Gramm auf die Waage bringt), spielt das Thema Vibrationen und Dämpfung eine nicht zu unterschätzende Rolle für ein ruhiges Flug- und Aufnahmeergebnis. Sollte im Betrieb – insbesondere bei aktivierter elektronischer Bildstabilisierung – ein störender Rolling-Shutter-Effekt (Wackeln oder sogenannte Jello-Effekte im Bild) auftreten, liegt das meist an einer ungünstigen Übertragung von mechanischen Schwingungen des Rahmens auf das Kameragehäuse. Um dem entgegenzuwirken, sollte zunächst die schwingungsdämpfende Konstruktion zwischen der Kamera und dem Drohnenrahmen überprüft und gegebenenfalls weicher ausgelegt werden. Zudem empfiehlt es sich, den Festsitz der Schrauben zu kontrollieren, mit denen die Kamera am Kopter montiert ist. Aufgrund des erwähnten Gewichtsunterschieds benötigt die Wide-Variante übrigens eine etwas weichere Dämpfungsstruktur als das schwere Pro-Modell, um exakt dieselbe vibrationsfreie Bildruhe zu erreichen.
Die Kamera der DJI O4 Wide hat andere Maße als die der O4 (Lite). Glücklicherweise ist der Lochabstand mit 16mm identisch geblieben.
Mit der Einführung der DJI O4 Wide Air Unit hat DJI das Ökosystem sinnvoll komplettiert und die Lücke zwischen der federleichten Standard-Variante und dem kompromisslosen Pro-Modell geschlossen. Doch welche Version passt nun am besten in deinen Kopter?
Die DJI O4 Wide Air Unit ist eine direkte Weiterentwicklung der klassischen Air Unit. Ihr wichtigstes Upgrade ist das auf 159° erweiterte Sichtfeld (FOV), das ein deutlich breiteres und immersiveres Fluggefühl ermöglicht, ohne dass der Kopter dabei stark an Gewicht zulegt.
Dank ihrer kompakten Maße und des federleichten Gewichts von 13,3 Gramm ist das System ideal für Micro-Drohnen, Whoops, Toothpicks sowie leichte Freestyle-Builds bis zu einer Größe von 3 Zoll ausgelegt.
Die DJI O4 Air Unit-Serie – einschließlich der Wide-Variante – unterstützt herstellerseitig Betaflight ab Version 4.3.0 sowie INAV ab Version 8.0.1 und jeweils alle neueren Versionen.
Ja, die Wide Air Unit verfügt über einen 23 GB großen integrierten Speicher. Damit lassen sich hochauflösende Videoaufnahmen in 4K/60fps direkt auf dem Kopter sichern, wodurch das Mitführen einer separaten Action-Cam überflüssig wird.
Sollte die Telemetrie (On-Screen-Display) fehlen, muss überprüft werden, ob der Videoübertragungskanal korrekt eingestellt ist und ob das OSD in den Videoübertragungseinstellungen der Brille oder des Flugcontrollers aktiviert wurde.
Mechanische Schwingungen können sich vom Rahmen auf das Kameragehäuse übertragen. Da die Wide-Version mit 13,3 Gramm etwas schwerer ist als das 8,2 Gramm leichte Standard-Modell, benötigt sie eine entsprechend weichere vibrationshemmende Dämpfungsstruktur sowie fest angezogene Schrauben, um ein absolut ruhiges Bild zu gewährleisten.
Das Sende- bzw. Übertragungsmodul muss für die initiale Inbetriebnahme und Aktivierung zwingend über die Flugsteuerung oder den Flugakku mit Strom versorgt werden.
Der Lochabstand der Gewinde der DJI O4 Wide Kamera beträgt 16mm.